Häufig gestellte Fragen zur Klavierstimmung
Antworten auf wichtigte Fragen rund um das Thema Klavierstimmung und Regulation.
Aufgrund der starken Spannung (15-20 Tonnen Zuglast) sollte möglichst 2x, besser 3x im Jahr gestimmt werden. Je nach Anspruch, wenn man viel spielt, sollten die Abstände noch kürzer sein. Drei- bis viermal ist in solch einem Fall normal.
Bei Neuinstrumenten sollte in den ersten Jahren ebenfalls in kürzeren Abständen gestimmt werden, damit sich die Saitenspannung stabilisieren kann.
Saisonale Veränderungen sowie Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen lassen Holz quellen oder schwinden, was zu einer Bewegung der Gesamtkonstruktion führt, die letztlich die Saitenspannung beeinflusst.
Und natürlich: Wenn man viel spielt, verstimmt sich ein Klavier auch stärker.
Es gibt viele Gründe, warum einige Tasten klemmen und dadurch Töne nicht erklingen. Das schaue ich mir an. Manchmal ist es nur ein Stift, der reingefallen ist und den Weg blockiert. Manchmal ist ein bisschen mehr zu tun, wenn es z.B. in der Mechanik klemmt.
Jedes Klavier hat eine Seriennummer. Anhand dieser kann ich in einem speziellen Atlas nachsehen, in welchem Zeitraum ihr Klavier bzw. Flügel gebaut wurde.
Ja, das können Sie. Achten Sie in Sachen Standort darauf, dass Ihr wertvolles Instrument möglichst nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Ferne ist Zugluft auch nicht gut für die Stimmungshaltung.
Möglichst sollte Ihr Instrument nicht an einer Außenwand stehen. Ist dies nicht anders machbar, sollte ein Abstand von 10 bis 15 cm eingehalten werden.
Legen Sie sich ein Hygrometer zu und achten Sie darauf, dass die relative Luftfeuchtigkeit nicht unter 40% aber auch nicht über 70% Geht. Optimal ist zwischen 50% und 60%.
Sollten Sie eine Fußbodenheizung haben, so schauen Sie, dass das Instrument nicht direkt über einem Rohr steht. Sollte dies nicht zu vermeiden sein, gibt es speziell dämmende Teppiche, die die direkte trockene Luft mindern.
Neben der Stimmung von Klavieren kümmere ich mich um die Regulation, d.h. die ordnungsgemäße Einrichtung der Mechanik, damit alle Hebelverhältnisse stimmen.
Dazu gehört auch, dass ggf. die Achsen der Kapseln getauscht werden müssen, wenn ein Klavier sich durch jahrelanges Nichtspielen „festgestanden“ hat oder die Mechanik ausgespielt ist und klappert.